Adrien Trybucki

Portfolio

Unobtainium

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Allgemeine Informationen

Nomenklatur
  • Ensemble von 7 Musikern
    1.0.1.0 – 0.0.0.0 – perc, pno – 1.0.1.1.0
Dauer
  • ca. 16 Minuten
Jahr
  • 2022
Auftrag
  • Aide à l’écriture d’une œuvre musicale originale du ministère de la Culture – direction régionale des Affaires culturelles d'Île-de-France
Widmung
  • Philippe Hurel
Partitur
  • unveröffentlicht

Programmhinweis

Unobtainium beschreibt jegliches hypothetisches Material mit Eigenschaften, die für jedes reale Material unmöglich sind. Durch mathematische Spekulation versucht das Werk, im Klangbereich unmögliche Konstruktionen zu reproduzieren, durch die unaufhörliche Metamorphose der ursprünglichen musikalischen Einheiten. Von der Zeit verändert, erodiert die Klangtextur allmählich, bis sie von ihrer ursprünglichen Gestalt unabhängig wird, und erzeugt dabei verschiedene Illusionsspiele. Das paradoxe Verhältnis zwischen Stillstand und Bewegung wird so hervorgehoben, wobei es gewissermaßen das Gegenteil von Akiyoshi Kitaokas drehenden Schlangen darstellt, die die Illusion von Kreisen erzeugen, die sich in einem absolut unbewegten Bild zu winden scheinen.

Rezension

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Le principe d’une détonation suivie d’une cellule perpétuelle, pour ne point dire obsessive, s’y vérifie à plusieurs reprises, opérant diverses mutations en son sein, selon une évolution interne qui peut aller jusqu’à relancer le processus en plein vol. Après quatre phases, une transition semble vouloir installer autre chose. Il n’en est rien, jusqu’en la relative fragmentation du piano la ritournelle revient, avec ses surplaces, ses routines, ses crispations, ses mélancolies et peut-être même ses illusions. Au fil de ponctuations de plus en plus tranchantes du piano et de la percussion, une palilalie absorbe l’écoute dans une velléité d’insistance sans qu’en émerge jamais quelque babil.
Das Prinzip einer Detonation gefolgt von einer perpetuellen, ja obsessiven Zelle bestätigt sich mehrfach, wobei diverse Mutationen innerhalb passieren, entsprechend einer inneren Entwicklung, die den Prozess mitten im Flug neu starten kann. Nach vier Phasen scheint eine Transition etwas anderes einzuführen. Doch dem ist nicht so – gerade bis zur relativen Fragmentierung des Klaviers kehrt das Rondo zurück, mit seinen Verharrungen, Routinen, Verkrampfungen, Melancholien und vielleicht sogar Illusionen. Mit zunehmend schneidenden Phrasen von Klavier und Schlagzeug absorbiert eine Palilalie das Hören in einem inständigen Beharren, ohne dass je ein Gebrabbel entsteht.

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Öffentliche Aufführung

22. Nov. 2022

Paris ★ Uraufführung

20:00 CRR de Paris Auditorium Marcel Landowski
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